
Willkommen in der AC/DC-Zone: Ein Leben unter Hochspannung!
Wenn es eine Konstante im Rock ’n’ Roll gibt, dann sind es drei donnernde Akkorde, eine unermüdliche Gibson SG und ein Rhythmus, der direkt in die Magengrube geht. Seit über fünf Jahrzehnten stehen AC/DC für pure, ungefilterte Energie. Sie sind keine Band, die man einfach nur hört – AC/DC muss man erleben.
Gegründet 1973 in Australien von den Brüdern Angus und Malcolm Young, hat sich die Formation von den rauchigen Pubs Sydneys auf die größten Stadionbühnen der Welt gespielt. Mit ihrem unverkennbaren Sound haben sie Generationen geprägt, Trends überlebt und Alben für die Ewigkeit geschaffen.
Die Meilensteine einer Legende
Die Ära Bon Scott: Mit Alben wie High Voltage und dem unsterblichen Highway to Hell setzten AC/DC den Goldstandard für dreckigen, ehrlichen Hardrock. Bon Scotts charismatische Reibeisenstimme bleibt unvergessen.
Zurück in Schwarz: Nach dem tragischen Tod von Bon Scott im Jahr 1980 bewies die Band monumentale Resilienz. Mit Brian Johnson am Mikrofon entstand Back in Black – bis heute eines der meistverkauften Alben der Musikgeschichte.
Kanonen und Schuluniformen: Angus Young in seiner legendären Schuluniform, die ohrenbetäubenden Kanonenschüsse bei For Those About to Rock und das ewige Läuten der Hells Bell – AC/DC haben visuelle und akustische Denkmäler geschaffen.
„It’s a long way to the top (if you wanna rock ’n’ roll)“ — AC/DC
Wer einmal im Epizentrum eines AC/DC-Konzerts stand, weiß: Das ist kein normales Kulturevent, das ist eine Naturgewalt. Die vibrierende Luft, das Meer aus blinkenden roten Teufelshörnern und das kollektive Beben des Stadionbodens, wenn das Intro von Thunderstruck ertönt – diese Momente vergisst man nicht.
Auf dieser Seite möchte ich meine ganz persönliche Reise durch die Konzertgeschichte dieser legendären Band mit euch teilen. Jede Tour hatte ihre eigenen Highlights, jede Setlist ihre magischen Momente.
17.07.2024
Stuttgart, Cannstatter Wasen
Tour: Power Up Europatournee
Support-Act: The Pretty Reckless
Das AC/DC-Konzert am 17. Juli 2024 auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart war eines der absoluten Highlights ihrer „Power Up“-Europatournee. Die Band lieferte vor einer historischen Kulisse ein absolut brachiales Set ab.
Zuschauer:
Schätzungen zufolge pilgerten rund um das Gelände epische Menschenmassen hin (es wurde im Vorfeld spekuliert, ob der historische Stuttgarter Konzertrekord von rund 80.000 Besuchern aus den 90ern eingestellt oder gar geknackt wurde).
Die Medienresonanz (u. a. vom Rolling Stone und dem SWR) war durchweg elektrisierend. Der Tenor der Berichte lässt sich so zusammenfassen: Keine großen Überraschungen, dafür die volle Punktzahl in Sachen Rock'n'Roll.
Der SWR berichtete live vor Ort von einer friedlichen, aber unfassbar energiegeladenen Atmosphäre. Bereits mittags mussten Straßen rund um den Wasen gesperrt werden, weil zehntausende Fans in die Stadt strömten. Der Soundcheck war kilometerweit zu hören und die Band zeigte sich trotz des fortgeschrittenen Alters in absoluter Spiellaune. Besonders Angus Young riss die Menge mit seinem traditionellen, minutenlangen XXL-Gitarrensolo bei Let There Be Rock mit.
TV-Berichte:
Der SWR hatte eine TV-Reportage geschaltet, die das „Meeres-Ausmaß“ an Menschen auf dem Wasen zeigt und Fans interviewt, für die es das „Konzert des Jahres“ war. (Zu finden auf YouTube unter "AC/DC - TV REPORT - Stuttgart 17.07.2024").
Einzelne Song-Highlights:
Qualitätativ hochwertige Fan-Aufnahmen direkt aus dem Golden Circle (vorderster Bereich vor der Bühne) existieren zu fast jedem großen Hit. Besonders lohnenswert sind die Clips zu Highway To Hell, Thunderstruck und dem finalen T.N.T., bei dem der gesamte Wasen bebte.
Konzert-Zusammenschnitte:
Kanäle wie der von Marco's High Voltage Music Channel haben detaillierte Playlists und bebilderte Konzertberichte direkt aus Stuttgart hochgeladen.
15.06.2015
Köln, Jahnwiese beim RheinEnergieStadion
Tour: Rock or Bust World Tour
Support Acts:The Whiskey Foundation, Vintage Trouble
Das AC/DC-Konzert am 19. Juni 2015 auf den Kölner Jahnwiesen (dem Gelände direkt vor dem RheinEnergieStadion) war eines der absoluten Highlights der „Rock or Bust“-Welttournee. Obwohl das Event im Vorfeld erst in letzter Minute offiziell vom Kölner Oberbürgermeister genehmigt wurde, entwickelte es sich zu einem gigantischen Rock-Festival.
Zuschauerzahl:
Über 80.000 begeisterte Fans (zum Vergleich: 2001 spielten sie am selben Ort vor „nur“ 45.000 Menschen).
Wetterbedingungen:
Klassisches Festival-Wetter — der Tag war wolkenverhangen und es gab immer wieder heftige Regenschauer und Dauerregen („Fisselregen“). Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.
Die Anreise-Katastrophe:
Weil so viele Menschen gleichzeitig zu den Jahnwiesen strömten, waren die S-Bahnen hoffnungslos überfüllt, und auf den Straßen rund um das Stadion ging gar nichts mehr. Viele Fans mussten kilometerweite Fußmärsche auf sich nehmen.
Die Show:
Trotz des schlechten Wetters lieferte die Band absolute Hochspannung. Berichte hoben hervor, dass die Energie der Band spielend „mehrere Fußballfelder überbrückte“.
Das Highlight:
Ein unvergesslicher Moment für viele Fans war das ellenlange, monumentale Gitarrensolo von Angus Young während des Songs „Let There Be Rock“ – gespielt im strömenden Regen auf einer Hebebühne mitten im Publikum.
YouTube-Videos:
Es existieren zahlreiche Fan-Zusammenschnitte auf YouTube. Sucht man nach „AC/DC Live in Cologne 2015 Full Concert“, findet man ein bekanntes Video, das aus mehreren Clips zu einem fast vollständigen Konzert zusammengeschnitten wurde. Einzelne Tracks wie „Back in Black“ oder die finalen 10 Minuten des Konzerts mit der Zugabe sind ebenfalls in diversen Fan-Kanälen in guter Handkamera-Qualität verfügbar (oft erkennbar an den Regentropfen auf den Linsen).
Bootlegs:
Für Sammler gibt es sogar ein sehr seltenes, inoffizielles 3er-Vinyl-Boxset namens „AC/DC – Jahnwiesen, Cologne Germany, June 19, 2015“ (erschienen 2018 über True Bootleg Productions auf gold/senffarbenem Vinyl), welches einen ungefilterten Publikumsmitschnitt des gesamten Abends enthält.
17.06.2001
Hannover, Niedersachsenstadion
Tour: Stiff Upper Lip World Tour
Support Acts: Brings, Megadeth
Das AC/DC-Konzert am 17. Juni 2001 im Niedersachsenstadion in Hannover fand im Rahmen der legendären „Stiff Upper Lip World Tour“ statt. Es war ein riesiges Open-Air-Event, das von rund 56.000 bis 57.000 Fans besucht wurde.
Hier ist eine detaillierte Zusammenfassung aller Berichte, Fakten und Hintergründe zu diesem Abend:
Das Line-up & Die Vorbands
Veranstaltet wurde das Spektakel von Coco Tours. AC/DC brachte für diese Stadion-Tour ein recht ungewöhnliches, stilistisch gemischtes Vorprogramm mit.
Brings: Die Kölner Mundart-Rocker machten den Anfang, als sich das Stadion gerade füllte. Zeitzeugenberichten zufolge passte ihr Deutschrock nicht optimal zur Hard-Rock-Stimmung, und ein heftiger Regenschauer während ihres Auftritts drückte zusätzlich auf die Stimmung.
Megadeth: Die Thrash-Metal-Ikonen um Dave Mustaine waren die zweite Vorband. Sie spielten ein hartes „Old School“-Set (unter anderem mit Klassikern wie Wake Up Dead, Holy Wars und Peace Sells sowie Songs des damals brandneuen Albums The World Needs A Hero). Sie schafften es, das nasse Publikum ordentlich anzuheizen.
Das Bühnenbild & Die Show
Das unübersehbare Highlight der Bühne war eine gigantische, rund 12 Meter hohe Bronze-Statue von Angus Young mit Teufelshörnern (analog zum Cover des Stiff Upper Lip-Albums). Während der Show spie die Statue Rauch aus dem Mund, und aus der Kopfplatte ihrer Gitarre schossen Flammen. Ebenfalls typisch für diese Tour: Zum Finale wurden die traditionellen sechs Kanonen aufgefahren, und nach dem letzten Akkord gab es ein riesiges Feuerwerk hinter den Boxentürmen. Tausende Fans trugen die damals extrem populären, rot blinkenden Teufelshörner auf dem Kopf.
Die Setlist
AC/DC spielte an diesem Abend eine energiegeladene Mischung aus den neuen Songs und ihren unsterblichen Klassikern.
Offizielle Aufnahmen: Direkt von diesem Hannover-Konzert gibt es kein offizielles Kauf-Video. Allerdings wurde das Konzert in München (Olympiastadion) nur drei Tage zuvor, am 14. Juni 2001, professionell gefilmt und als „Stiff Upper Lip Live“ auf DVD/Blu-ray veröffentlicht. Da das Bühnenbild, die Setlist und die Show identisch waren, liefert diese DVD das perfekte Bildmaterial zu dem, was in Hannover zu sehen war.
Bootlegs / Fan-Videos: Auf Plattformen wie YouTube finden sich unter Begriffen wie „AC/DC Hannover 2001“ oder „AC/DC Stiff Upper Lip Tour Germany Bootleg“ immer wieder private, von Fans gefilmte Camcorder-Aufnahmen (oft in der damals typischen, etwas pixeligen 4:3-Qualität) sowie Audio-Bootlegs des gesamten Deutschland-Legs der Tour.
29.03.1988
Oldenburg, Weser-Ems-Halle
Tour: Blow Up Your Video World Tour
Special Guest: Dokken
Das Konzert von AC/DC am 29. März 1988 in der Oldenburger Weser-Ems-Halle war Teil ihrer legendären „Blow Up Your Video“ World Tour. Es war einer der Stopps auf dem europäischen Teil der Tournee, bevor Rhythmusgitarrist Malcolm Young sich wegen Alkoholproblemen für die US-Termine vorübergehend ausklinken musste – in Oldenburg stand er also noch in klassischer Besetzung mit auf der Bühne.
Die Setlist
Gespielt wurde das typische, hochenergetische Set der 1988er-Tour, das eine gute Mischung aus dem damals brandneuen Album Blow Up Your Video und absoluten Klassikern bot. Ein kompletter Audio-Mitschnitt (Bootleg) des Konzerts bestätigt die Reihenfolge.
Videos & Audio-Aufnahmen (Bootlegs)
Professionelles TV-Filmmaterial existiert von diesem spezifischen Abend in Oldenburg leider nicht, allerdings gibt es in der Sammlerszene
vollständige Publikums-Audioaufnahmen (Audience Tapes), die auf Plattformen wie YouTube frei zugänglich sind.
Offizielle Releases
Es gibt kein offizielles Live-Album oder eine Kauf-DVD speziell von diesem Abend in Oldenburg.
Berichte & Faneindrücke
In offiziellen Archiven und Fan-Foren wird das Konzert von Zeitzeugen als extrem laut und intensiv beschrieben. Für viele regionale Rockfans aus dem Nordwesten war es das erste große Arena-Konzert ihres Lebens. Ein Fan erinnert sich in den Tour-Archiven:
„Ich war 18 und es war mein allererstes Live-Konzert überhaupt! Laut, unfassbar gut, es war einfach verdammt großartig!“
Die Weser-Ems-Halle war an diesem Dienstagabend restlos ausverkauft, und die Band lieferte trotz der kräftezehrenden Tour eine gewohnt schweißtreibende Show ab, bei der Angus Young wie gewohnt im Schuljungen-Outfit über die Bühne fegte.
Eine kleine Anekdote zum Auftritt in Oldenburg
Obwohl Dokken musikalisch auf dem Zenit ihres Erfolgs waren, hatten es Vorbands bei AC/DC traditionell extrem schwer. Die rund 6.000 Fans in der ausverkauften Weser-Ems-Halle waren ausschließlich für das australische Urgestein gekommen. In Fan-Rückblicken aus Oldenburg wird der Auftritt von Dokken scherzhaft als „solide, aber vom AC/DC-Publikum eher ungeduldig abgewartet“ beschrieben. Die Fans wollten schlichtweg Angus Young sehen und hielten sich bei den Melodic-Rock-Klängen der Kalifornier noch merklich zurück.






