
Willkommen in der Welt der Kürbisköpfe!
Es gibt wohl kaum eine deutsche Band, die die internationale Heavy-Metal-Landschaft so nachhaltig geprägt hat wie Helloween. Gegründet 1984 in Hamburg, gelten die Jungs um die Gründungsmitglieder Michael Weikath und Markus Grosskopf als die unangefochtenen Pioniere des Power Metals. Mit ihrer bahnbrechenden Mischung aus rasanten Speed-Metal-Riffs, epischen, zweistimmigen Gitarrensoli und extrem melodischen, hymnenhaften Gesangslinien haben sie ein völlig neues Genre definiert.
Die Meilensteine einer Legende
Die Geschichte von Helloween ist eine Reise voller Höhepunkte, Evolutionen und legendärer Hymnen:
- Die Geburtsstunde & Speed-Metal-Ära: Mit dem Debütalbum Walls of Jericho (1985) setzten Helloween mit Kai Hansen an Mikrofon und Gitarre ein erstes, rasiermesserscharfes Ausrufezeichen in der Szene.
- Die Keeper-Jahre (Die Blaupause des Power Metals): Mit dem Einstieg des damals blutjungen Ausnahmesängers Michael Kiske entstanden die Meisterwerke Keeper of the Seven Keys Part I (1987) und Part II (1988). Songs wie "Eagle Fly Free", "Future World" und "I Want Out" sind bis heute die ultimativen Blaupausen des Genres.
- Die Andi-Deris-Ära (Beständigkeit und neue Härte): Nach turbulenten Jahren und Line-up-Wechseln übernahm 1994 Andi Deris den Posten am Mikrofon. Mit Alben wie Master of the Rings und The Time of the Oath führte er Helloween zurück in die Erfolgsspur und prägte den Sound der Band über Jahrzehnte hinweg mit seiner markanten, kraftvollen Stimme.
- Die Sensation: Pumpkins United: Was viele Fans jahrzehntelang für absolut unmöglich hielten, wurde wahr: Kai Hansen und Michael Kiske kehrten zurück. Seither touren Helloween in einer gigantischen 7-Mann-Besetzung. Das selbstbetitelte Album Helloween stürmte direkt auf Platz 1 der Charts und bewies eindrucksvoll, dass die Magie lebendiger ist als je zuvor.
22.11.2025
Stuttgart, Schleyer-Halle
Tour: 40 Years Anniversary Tour
Support-Band: Beast In Black
Das Konzert von Helloween am 22. November 2025 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle war ein ganz besonderes Highlight: Es markierte das grandiose Europa-Tourfinale ihrer großen „40 Years Anniversary Tour“.
Ausverkaufte Hütte & Heimspiel-Vibe
Das Konzert war bereits Monate im Voraus restlos ausverkauft. Trotz eisiger Außentemperaturen strömten die Massen in die Schleyer-Halle. Berichte (u. a. von Powermetal.de und Wave of Darkness) beschreiben die Stimmung als absolut euphorisch – für die Hamburger Band fühlte es sich fast wie ein kleines Heimspiel an.
Die Show
Die Power-Metal-Pioniere traten im gefeierten siebenköpfigen „Pumpkins United“-Line-up (inklusive Michael Kiske und Kai Hansen) an. Neben den Klassikern präsentierten sie auch brandneue Songs ihres Albums „Giants & Monsters“. Die Bühne beeindruckte mit monströsen LED-Leinwänden, einer gigantischen Lichtshow und den gewohnt positiven Vibes der Band.
Kiske vs. KI
Ein amüsantes Detail am Rande: Sänger Michael Kiske kritisierte während der Show auf der Bühne den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kunst und scherzte, dass bald sogar Konzertberichte von KIs geschrieben würden. (Die Musikpresse versicherte daraufhin ausdrücklich, ihre Berichte komplett handgeschrieben zu haben!)
Vorband
Als „Very Special Guest“ heizten die finnischen Power-Metaller Beast In Black der Halle ab 19:15 Uhr ordentlich ein. Sie spielten in leicht verändertem Line-up (mit Daniel Freyberg an der Gitarre nach dem Ausstieg von Kasperi Heikkinen) und gaben unter anderem einen Ausblick auf ihr für Mai 2026 angekündigtes Material.
Die Band spielte einen Querschnitt durch vier Jahrzehnte Bandgeschichte. Ein besonderes Highlight war ein komplettes Akustik-Set mitten im Konzert.
11.11.2017
Stuttgart, Porsche-Arena
Tour: Pumpkins United - Worldtour
Support-Band: keine
Das Konzert am 11. November 2017 in der Stuttgarter Porsche-Arena war ein absoluter Meilenstein. Es war Teil der legendären „Pumpkins United“-Welttournee – das erste Mal nach Jahrzehnten, dass Michael Kiske und Kai Hansen wieder gemeinsam mit der Band auf der Bühne standen.
1. Die Atmosphäre & Konzertberichte (Rezensionen)
Die Fachpresse und Blogs waren sich einig: An diesem Abend lag „Magie in der Luft“.
Ausverkaufte Hütte
Die Porsche-Arena war bereits lange im Vorfeld restlos ausverkauft. Die Vorfreude und der Hype im Foyer wurden als gigantisch beschrieben. Viele Fans dachten bis zu dieser Tour, dass diese Reunion „eher die Hölle zufriert“, als dass man Kiske noch einmal Helloween-Klassiker singen hört.
Die Dynamik
Berichte von Metal.de und dem Gig-Blog Stuttgart hoben hervor, wie perfekt die Chemie zwischen den beiden Sängern Andi Deris und Michael Kiske harmonierte. Statt Konkurrenz gab es pure Spielfreude. Auch das dreistimmige Gitarrenfeuerwerk (Weikath, Hansen, Gerstner) verlieh den Songs eine ungeahnte Wucht.
Das Visuelle
Die Band verzichtete auf eine Vorband und spielte stattdessen ein Mammut-Programm von fast drei Stunden. Zwischen den Songs wurden auf einer riesigen Videowand animierte Comic-Clips der Kürbis-Charaktere „Seth & Doc“ gezeigt, was für den typischen Helloween-Humor sorgte (und der Band kurze Verschnaufpausen verschaffte).
2. Besondere Highlights des Abends
Der emotionale Tribut
Ein Gänsehaut-Moment war das Schlagzeug-Solo. Es wurde ein historisches Video des 1995 verstorbenen Original-Drummers Ingo Schwichtenberg eingespielt, zu dem der aktuelle Drummer Dani Löble live synchron im Duett trommelte.
Kai Hansen am Mikro
Gitarrist Kai Hansen übernahm für ein rasant gesungenes Old-School-Medley der Walls of Jericho-Ära selbst das Mikrofon.
Das Finale
Zum großen Finale bei „I Want Out“ versank die Porsche-Arena in einem Meer aus Konfetti und riesigen, über das Publikum fliegenden Kürbis-Luftballons.
3. Die Setlist
Die Songauswahl war ein perfekter Streifzug durch alle Äras, wobei der Fokus stark auf den Keeper-Klassikern lag.








