
Willkommen auf dem Schluchtensteig: Ein Wanderabenteuer im Schwarzwald
Tief eingeschnittene Täler, das Rauschen wilder Bäche, moosbewachsene Felswände und immer wieder spektakuläre Ausblicke über die Höhen des Südschwarzwalds – das ist der Schluchtensteig. Auf einer Gesamtlänge von rund 119 Kilometern führt dieser Prädikatswanderweg quer durch den Naturpark Südschwarzwald und verbindet die spektakulärsten Schluchten der Region zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.
Für mich war diese Wanderung weit mehr als nur Beinarbeit. Es war ein tiefes Eintauchen in eine urwüchsige, fast verwunschene Welt. Abseits der klassischen Postkarten-Idylle des Schwarzwalds zeigt sich der Schluchtensteig von seiner wilden, ungezähmten Seite.
Was dich auf dem Schluchtensteig erwartet
Der Weg ist in sechs abwechslungsreiche Tagesetappen unterteilt und führt von Stühlingen im Wutachtal bis nach Wehr. Dabei ist der Name absolut Programm:
Wilde Schluchten
Das absolute Highlight ist das Durchwandern legendärer Schluchten wie der Wutachschlucht, der Gauchachschlucht oder der wildromantischen Windbergschlucht. Hier wandert man oft auf schmalen Pfaden, über Stock und Stein, vorbei an rauschenden Wasserfällen.
Sanfte Hochebenen
Als genialer Kontrast zu den tiefen Tälern führt der Weg immer wieder hinauf auf die sonnigen Höhen des Hotzenwaldes oder vorbei am malerischen Schluchsee. An klaren Tagen wird man hier mit einem gigantischen Alpenpanorama belohnt.
Abenteuerliche Pfade
Der Schluchtensteig ist kein einfacher Spazierweg. Schmale Steige, rutschige Wurzeln, Leitern und hölzerne Brücken fordern Trittsicherheit und machen jede Etappe zu einem kleinen Abenteuer.
Mein Fazit vorab
Der Schluchtensteig ist die perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung und purem Naturgenuss. Wer das Abenteuer sucht und die Natur am liebsten unberührt und wild erlebt, wird diesen Steig lieben.
Die erste Etappe des Schluchtensteigs führt über knapp 19 Kilometer von Stühlingen nach Blumberg und bietet einen abwechslungsreichen Auftakt des Fernwanderwegs.Zu Beginn verläuft die Strecke gemütlich entlang des Ufers der Wutach, vorbei am Talbahnhof der historischen „Sauschwänzlebahn“.Der sportliche Kern der Wanderung beginnt mit dem Einstieg in die Wutachflühen, wo sich schmale, abenteuerliche Pfade an steil aufragenden Felstürmen vorbeischlängeln.Nach dem anspruchsvollen und trittsicheren Abschnitt der Schlucht führt der Weg hinauf zum 876 Meter hohen Buchberg.Dort belohnt die Buchberghütte Wanderer mit einem grandiosen Panoramablick, bevor es gemütlich bergab zum Etappenziel nach Blumberg geht.
Die rund 20 Kilometer lange zweite Etappe des Schluchtensteigs führt von Blumberg direkt in das Herzstück der spektakulären Wutachschlucht und endet an der Schattenmühle bei Löffingen. Zu Beginn der Tour passieren Sie die beeindruckenden Schleifenbachwasserfälle, bevor der Weg hinab zur Wutachmühle führt. Ab dort wandern Sie auf schmalen, teils felsigen Pfaden und Holzstegen mitten durch eine urwaldähnliche Wildflusslandschaft mit steilen Felswänden. Unterwegs faszinieren landschaftliche Highlights wie der Tannegger Wasserfall und die historischen Spuren des einstigen Kurbads Bad Boll. Für diesen anspruchsvollen, aber unvergesslichen Abschnitt sollten Sie rund sechs Stunden Gehzeit, gute Kondition und Trittsicherheit einplanen.
Die rund 18 Kilometer lange dritte Etappe des Schluchtensteigs führt von der Schattenmühle aus dem letzten Teil der Wutachschlucht hinauf nach Schluchsee-Fischbach. Zunächst folgen Sie dem wilden Flusslauf durch die abenteuerliche Haslachschlucht, wo der imposante Rechenfelsen und schmale Felssteige zu den absoluten Höhepunkten zählen. Anschließend öffnet sich die Landschaft und der Weg leitet Sie über sanfte Talauen in den sonnigen Luftkurort Lenzkirch. Über ruhige Wald- und Wiesenwege beginnt schließlich der sanfte Aufstieg zum Etappenziel im idyllischen Schluchseer Ortsteil Fischbach. Für diesen abwechslungsreichen und im Vergleich zum Vortag technisch etwas moderateren Abschnitt sollten Sie etwa fünf bis sechs Stunden Gehzeit einplanen.
Die rund 20 Kilometer lange vierte Etappe des Schluchtensteigs startet im Schluchseer Ortsteil Fischbach und führt zunächst hinauf zum 1.134 Meter hohen Bildstein, der ein fantastisches Panorama über den gesamten Schluchsee bietet. Nach dem Abstieg folgen Sie dem malerischen Uferweg entlang des größten Schwarzwaldsees und können am historischen Unterkrummenhof eine gemütliche Rast einlegen. Anschließend wandern Sie über einsame Wald- und Forstwege hinauf zu den kargen Hochweiden von Muchenland und Althütte, wo weite Ausblicke über das tiefe Schwarzatal warten.Kurz vor dem Etappenziel sorgt der steile Abstieg durch die wilde, kleine Windbergschlucht vorbei am tosenden Wasserfall noch einmal für echtes Schluchten-Feeling.Die landschaftlich abwechslungsreiche Tour endet nach etwa fünfeinhalb Stunden Gehzeit grandios direkt vor dem imposanten Dom in St.Blasien.
Die rund 20 Kilometer lange fünfte Etappe des Schluchtensteigs führt von St. Blasien durch eine der wildesten Landschaften des Südschwarzwalds bis nach Todtmoos. Nach dem Start am imposanten Dom steigen Sie zunächst hinauf zum Aussichtspunkt Lehenkopfturm, der einen fantastischen Weitblick bis zu den Alpen bietet. Anschließend tauchen Sie tief in die naturbelassene Hohwehraschlucht ein, wo der Weg über Stege und Brücken an einem tosenden Wasserfall vorbeiführt. Über die sonnigen Hochflächen von Dachsberg und Ibach wandern Sie danach weiter, bevor der Pfad steil hinab in das wildromantische Wehratal führt. Nach rund sechs Stunden abwechslungsreicher und anspruchsvoller Wanderung erreichen Sie schließlich das Etappenziel im Heilklimatischen Kurort Todtmoos.
Die rund 22 Kilometer lange sechste und letzte Etappe des Schluchtensteigs führt von Todtmoos durch das tief eingeschnittene, wildromantische Wehratal bis nach Wehr. Auf schmalen, teils alpinen Felsenpfaden wandern Sie hoch über der tosenden Wehra durch urwaldartige Schluchtwälder und vorbei an steilen, imposanten Felswänden. Unterwegs bieten spektakuläre Aussichtspunkte wie die Hüttenmeiersruhe oder die Mettlerhütte atemberaubende Tiefblicke in die Schlucht. Nach dem Passieren der Wehratalsperre öffnet sich das Tal allmählich und leitet Sie sanft dem Ziel entgegen. Mit dem Erreichen des Alten Schlosses in Wehr geht nach rund sechs bis sieben Stunden Gehzeit ein unvergessliches Trekking-Abenteuer quer durch den Südschwarzwald zu Ende.































































































































