Willkommen in meiner Knock Out Festival-Chronik!

Wenn die Tage kürzer werden und sich das Jahr dem Ende neigt, packen die meisten Festivalgänger ihre Zelte endgültig in den Keller. Doch für mich – und tausende andere Rock- und Metal-Heads – steht im Dezember traditionell noch ein absolutes Highlight an: das Knock Out Festival in Karlsruhe!

Als das größte Indoor-Metal-Festival Süddeutschlands verwandelt das Knock Out die Schwarzwaldhalle Jahr für Jahr in ein kochendes Mekka für Fans von harten Riffs, epischen Hymnen und klassischem Heavy Metal. Was gibt es Schöneres, als das Festivaljahr mit einem ordentlichen Paukenschlag ausklingen zu lassen, während draußen der Winter einkehrt?

Legendäre Acts und unvergessliche Nächte

Ob knackiger Hard Rock, treibender Power Metal oder zeitlose Heavy-Metal-Legenden – das Knock Out Festival glänzt seit jeher mit einem handverlesenen Line-up. Hier teilen sich internationale Ikonen und absolute Kultbands die Bühne, um die Halle bis in die Grundmauern zu erschüttern.

Für mich ist dieses Festival aber weit mehr als nur ein Konzertbesuch. Es ist:

Der perfekte Jahresabschluss

Ein letztes Mal im Jahr mit Gleichgesinnten feiern, mitsingen und die Nackenmuskeln trainieren.

Gänsehaut-Atmosphäre

Wenn das Licht ausgeht und die ersten Riffs durch die ausverkaufte Halle jagen.

Pure Gemeinschaft

Das Wiedersehen mit Freunden und der unbeschwerte Austausch in der Metal-Community


13.12.2025

Karlsruhe, Schwarzwaldhalle

Bands: Dirkschneider, Eisbrecher, Axel Rudi Pell, Thundermother, Grave Digger, Freedom Call

Das Knock Out Festival am 13. Dezember 2025 in der Karlsruher Schwarzwaldhalle war ein riesiger Erfolg. Die traditionsreiche, 16. Ausgabe des Indoor-Metal-Festivals war mit rund 4.500 bis 5.000 Besuchern komplett ausverkauft.

Organisiert von der Bottom Row Konzertagentur (als Teil der "The Hard Circle"-Festivalreihe), überzeugte das Event die Fans mit einer perfekten Organisation, einer riesigen Merch-Wand und einer vielseitigen Foodarea (von klassischen Pommes über mexikanisches Essen bis zu riesigen Bürgern) in der hinteren Halle. Auch die beliebte Karaoke-Nebenbühne und Stände von Radio Bob! und Metallity waren wieder am Start.

Das Line-up & Berichte zu den Auftritten

Das Festival öffnete wegen eines kurzen Zeit-Updates bereits um 15:00 Uhr die Tore, und die Bands lieferten ein lückenloses Programm:

Freedom Call (16:30 Uhr)

Die Band eröffnete den Tag mit ihrem typischen, energiegeladenen Power-Metal ("Happy Metal"). Die Halle war trotz der frühen Uhrzeit bereits sehr voll. Highlights der Setlist: "Hammer of the Gods", "Metal Is for Everyone", "Land of Light".

Grave Digger (17:25 Uhr)

Zum 45-jährigen Bandjubiläum lieferten sie gewohnt ehrlichen, geradlinigen Heavy Metal ab. Highlights der Setlist: "Excalibur", "Rebellion (The Clans Are Marching)", "Heavy Metal Breakdown".

Thundermother (18:35 Uhr)

Das schwedische Hard-Rock-Quartett brachte eine schweißtreibende Show im Geiste von AC/DC auf die Bühne. Eine Besonderheit: Gitarristin Filippa Nässil hatte eine Fußverletzung und bestritt den energiegeladenen Auftritt kurzerhand im Sitzen. Highlights der Setlist: "Driving in Style", "I Left My Licence in the Future".

Axel Rudi Pell (19:50 Uhr)

Brachte melodischen Hard Rock und emotionale, ausgedehnte Gitarrensoli in die Halle. Sänger Johnny Gioeli rannte unermüdlich von einer Bühnenseite zur anderen. Highlights der Setlist: "Oceans of Time", "Strong as a Rock", "Fool Fool".

Eisbrecher (21:25 Uhr)

Verwandelten die Schwarzwaldhalle in ein "brodelndes Stahlbad". Die Neue Deutsche Härte mit Frontmann Alexander Wesselsky brachte die Stimmung zum Kochen, Fäuste flogen nach oben und die Halle sang textsicher mit. Highlights der Setlist: "Miststück", "This Is Deutsch", "1000 Narben".

Dirkschneider (23:10 Uhr)

Als krönender Headliner spielten Udo Dirkschneider und Bassist Peter Baltes das legendäre Accept-Album Balls to the Wall in voller Länge, ergänzt durch weitere Klassiker. Udos unverwechselbare Reibeisenstimme sorgte für pure Metal-Nostalgie und ein triumphales Finale bis zum Festivalende gegen 00:30 Uhr. Highlights der Setlist: "Fast as a Shark", "Princess of the Dawn", "Balls to the Wall".


14.12.2024

Karlsruhe, Schwarzwaldhalle

Bands: Blind Guardian, Kissin' Dynamite, Gamma Ray, H.E.A.T., Dynazty, Axxis

Das 15. Knock Out Festival am 14. Dezember 2024 in der Karlsruher Schwarzwaldhalle war ein ganz besonderes Jubiläum. Das größte "Heavy-Weihnachts-Festival" Süddeutschlands war bereits lange im Vorfeld mit 4.500 Metalfans restlos ausverkauft.

Das Festival bildete zusammen mit dem Rock Out (Augsburg) und dem neu dazugekommenen Pott Out (Bochum) das Finale der Festival-Trilogie „The Hard Circle“. Eine der am meisten gelobten Neuerungen in diesem Jahr war die erweiterte Food-Area: Die Veranstalter bezogen die angrenzende Messehalle komplett mit ein, was den Fans deutlich mehr Platz, eine größere kulinarische Auswahl und willkommene Sitzgelegenheiten bot. Auch die beliebte Metal-Karaoke von Soundcheck One und eine Bildausstellung des bekannten Cover-Künstlers Thomas Ewerhard waren vor Ort.

Das Line-up & Highlights der Shows

Das Besondere am Billing 2024. Es handelte sich um eine rein schwedisch-deutsche Koproduktion aus Hard Rock und Power Metal. Moderiert wurde der Abend gewohnt charmant von Axxis-Frontmann Bernhard Weiß – und das trotz einer hartnäckigen Erkältung.

Axxis

Die Band eröffnete das Festival mit Songs von ihrem neuen Album Coming Home. Da Keyboarder Harry Oelers zum Jahresende seinen Abschied angekündigt hatte, schwang hier eine Menge Abschiedsstimmung mit. Highlights waren die „Kreator-Style“-Version von Touch the Rainbow sowie die Klassiker Living in a World und Kingdom of the Night.

Dynazty

Die erste schwedische Band des Abends brachte moderne Heavy-Metal-Wucht in die bereits sehr volle Halle. Mit Songs wie Presence of Mind, The Human Paradox und Heartless Madness brachten sie das Publikum früh in Bewegung.

H.E.A.T

Angeführt von ihrer absoluten Rampensau, Frontmann Kenny Leckremo, fegten die Schweden mit ihrem energiegeladenen Glam- und Hardrock über die Bühne. Nach dem legendären Intro The Heat is On folgten Kracher wie Back To the Rhythm, Hollywood und Living on the Run.

Kissin' Dynamite

Die „schwäbischen Bon Jovi“ kamen mit ihrem brandneuen Nr.-1-Album Back With A Bang im Gepäck und lieferten eine gewohnt explosive, stadionreife Show ab. Die Halle sang bei DNA, No One Dies A Virgin, I Will Be King und Not The End Of The Road ohrenbetäubend mit.

Gamma Ray

Power-Metal-Legende Kai Hansen dröhnte im Anschluss mit amtlichen Riffs durch die Schwarzwaldhalle. Für viele Fans das heimliche Highlight des Tages. Die Band spielte Hymnen wie Land of the Free, Rebellion in Dreamland, Somewhere Out In Space und Heaven Can Wait.

Blind Guardian

Die Krefelder Metal-Ikonen nahmen das Publikum mit auf eine orchestrale Reise durch ihre fast 40-jährige Bandgeschichte, unterstützt von einer beeindruckenden Lichtshow. Ein historischer Moment für die Fans: Kai Hansen (Gamma Ray) enterte noch einmal als Gastsänger die Bühne.