
Willkommen in der Eifel: Mein Leben bei Rock am Ring
Es gibt diesen einen Moment im Jahr, in dem die Ruhe der Eifel von einem vertrauten, tiefen Grollen abgelöst wird. Wenn der Asphalt des Nürburgrings nicht mehr von Rennwagen, sondern von zehntausenden Musikfans zum Beben gebracht wird, dann ist es wieder so weit: Rock am Ring ruft.
Seit seiner Gründung im Jahr 1985 ist „Der Ring“ nicht nur das traditionsreichste, sondern für viele auch das emotionalste Rockfestival Deutschlands. Es ist ein Ort, an dem Musikgeschichte geschrieben wird – von legendären Headlinern auf der Mainstage bis hin zu den magischen Entdeckungen auf den kleineren Bühnen im Scheinwerferlicht der Nacht.
Mehr als nur Musik – Ein Lebensgefühl
Für mich war Rock am Ring aber weit mehr als nur ein Wochenendticket für hochkarätige Bands. Es ist ein fester Ankerpunkt im Kalender, ein Ausnahmezustand und ein pures Lebensgefühl:
Der Campingplatz
Wo Fremde innerhalb von Minuten zu Nachbarn werden, Dosenravioli wie ein Fünf-Gterne-Menü schmecken und die Musikboxen rund um die Uhr laufen.
Die Grenzerfahrung
Wenn man trotz Eifel-Wetter – von sengender Hitze bis hin zu plötzlichen Wolkenbrüchen – Arm in Arm in der Menge steht und mitsingt.
Die Gemeinschaft
Diese ganz besondere, friedliche Atmosphäre, die entsteht, wenn zehntausende Menschen dieselbe Leidenschaft teilen.
04.-06.06.2004
Eifel, Nürburgring
Das Rock am Ring Festival 2004 fand vom 04. bis 06. Juni 2004 traditionell auf dem Nürburgring in der Eifel statt. Es war das 19. Jahr des Festivals und lockte rund 62.000 Zuschauer an. Der Ticketpreis lag damals im Vorverkauf bei ca. 105 Euro.
Die drei großen Headliner auf der Centerstage waren absolute Weltstars: Linkin Park, die Red Hot Chili Peppers und Die Toten Hosen.
Das Line-up & Die Highlights nach Tagen
Insgesamt traten über 80 Bands auf drei Bühnen (Centerstage, Alternastage, Clubstage) auf. Das Wetter war wechselhaft (typisch Eifel: bewölkt mit vereinzelten Schauern am Samstag), was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Freitag, 04. Juni 2004
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des modernen und klassischen Metal sowie Alternative Rocks.
- Bands (Auswahl): Korn, Evanescence, Motörhead, 3 Doors Down, Yellowcard, Hundred Reasons, Funeral For A Friend.
- Highlight: Evanescence-Sängerin Amy Lee lieferte laut zeitgenössischen Berichten eine beeindruckende Gesangsleistung ab. Auch Motörhead und Korn sorgten für ein extrem dichtes Gedränge vor der Bühne.
Samstag, 05. Juni 2004
Der Samstag lieferte eine Mischung aus grandiosem Alternative Rock, schwedischem Garagenrock und einem ikonischen Headliner.
- Headliner: Red Hot Chili Peppers
- Bands (Auswahl): Muse, Faithless, Bad Religion, Beatsteaks, Nickelback, Turbonegro, The Rasmus.
- Highlight: Die Beatsteaks erlebten 2004 ihren endgültigen Durchbruch am Ring. Legendär war auch der Auftritt der schwedischen Band Turbonegro (mit neuem Look). Die Red Hot Chili Peppers spielten ein langes, jam-lastiges Set, das bei den Fans als großer Erfolg gefeiert wurde.
Sonntag, 06. Juni 2004
Der Finaltag bot ein extremes Kontrastprogramm zwischen Pop-Punk, Hip-Hop und massivem Stadionrock.
- Headliner: Linkin Park und Die Toten Hosen
- Bands (Auswahl): Avril Lavigne, Dick Brave & The Backbeats, Sportfreunde Stiller, Phoenix, Seeed, Starsailor, Donots.
- Highlight: Donots-Sänger Ingo Knollmann sorgte für eine politische Aktion, indem er blankzog und dies als Protest gegen die US-Regierung von George W. Bush deklarierte. Der absolute Höhepunkt des Tages war jedoch die Doppelspitze aus der legendären Full-Show von Linkin Park (zu ihrer "Meteora"-Ära) sowie das furiose Finale mit den Toten Hosen, die den Ring traditionell abrissen.
Setlist & Mehr von
Die Toten Hosen
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Die Toten Hosen Seite
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In Extremo
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06.-08.06.2003
Eifel, Nürburgring
Das Rock am Ring Festival 2003 fand vom 6. bis 8. Juni 2003 am Nürburgring statt und gilt bis heute als eines der legendärsten Jahre der Festivalgeschichte. Mit rund 73.000 Besuchern und einem Ticketpreis von damals unvorstellbaren 99 Euro war es ein absolutes Highlight der europäischen Festivalsaison.
Hier ist eine kompakte Zusammenfassung aller wichtigen Fakten, Berichte, Setlists und Video-Highlights zu diesem geschichtsträchtigen Wochenende.
Die Headliner und wichtigsten Auftritte
Das Line-up von 2003 liest sich rückblickend wie das "Who is Who" der damaligen Rock- und Metalszene. Aufgeteilt auf drei vollgepackte Tage spielten unter anderem:
Freitag, 06. Juni
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des klassischen und alternativen Rocks. Iron Maiden lieferten als Headliner ein gewaltiges Best-of-Programm ab, inklusive des Auftritts ihres riesigen Maskottchens Eddie. Zuvor spielten u. a. Zwan (das Projekt von Smashing-Pumpkins-Chef Billy Corgan), The Cardigans, The Hives, Silverchair und Reamonn.
Samstag, 07. Juni
Als Headliner fungierten Placebo, dicht gefolgt von der damals frisch formierten Supergroup Audioslave (mit Chris Cornell und den Musikern von Rage Against the Machine). Ebenfalls ein riesiges Highlight war der Auftritt von Evanescence, die im Jahr 2003 mit ihrem Album Fallen und dem Hit Bring Me to Life weltweit die Charts stürmten. Auch Dave Gahan (Depeche Mode solo) und Stone Sour waren dabei.
Sonntag, 08. Juni
Der härteste und legendärste Tag. Metallica spielten eine zweistündige, extrem energiegeladene Show – es war einer ihrer ersten ganz großen Auftritte mit dem damals neuen Bassisten Robert Trujillo und kurz vor der Veröffentlichung des umstrittenen St. Anger-Albums. Zuvor heizten Marilyn Manson und die Deftones dem Publikum ein. Auf den Nebenbühnen gab es zudem legendäre Hip-Hop-Konzerte von den Beginnern, ASD und Deichkind.
Setlist & Mehr von
Iron Maiden
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Die Iron Maiden Seite
17.-19.05.2002
Eifel, Nürburgring
Das Rock am Ring Festival 2002 fand vom 17. bis 19. Mai 2002 (traditionell am Pfingstwochenende) auf dem Nürburgring statt. Mit insgesamt 94 Bands auf vier Bühnen lockte die 17. Ausgabe des Kult-Festivals bei Ticketpreisen von rund 150 D-Mark (bzw. den frisch eingeführten Euros) Zehntausende Rockfans in die Eifel.
Das Wetter bot den klassischen Ring-Mix: Der Freitag startete noch sommerlich-heiß, bevor am Samstag der Eifelregen einsetzte und den Sonntag in eine Schlammschlacht verwandelte. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch – die Polizei meldete später im Bericht ein ungewöhnlich friedliches Wochenende, an dem „in jeder normalen Kleinstadt dieser Größe mehr passiert“.
Das Line-up & Die Highlights nach Tagen
Das Booking 2002 zeichnete sich durch eine extreme Bandbreite aus – von klassischem Rock über Latin-Sounds und Hip-Hop bis hin zur absoluten Speerspitze des damaligen Nu-Metal- und Alternative-Booms.
Freitag, 17. Mai 2002
Der erste Tag brachte eine tanzbare und hochklassige Mischung aus Latin-Rock, Alternative und satten Beats.
- Bands (Auswahl): Carlos Santana, Lenny Kravitz, Faithless, Bush, Farin Urlaub Racing Team, Alien Ant Farm, H-Blockx, Beatsteaks, Such A Surge, Counting Crows, Jewel.
- Highlight: Lenny Kravitz und Santana lieferten bei strahlendem Sonnenschein hochprofessionelle und mitreißende Shows ab. Großer Gewinner des Tages waren die Beatsteaks auf der Alternastage, die damals kurz vor ihrem riesigen Durchbruch standen, sowie Farin Urlaub, der ohne die Ärzte mit seinem frisch gegründeten Racing Team die Massen begeisterte.
Samstag, 18. Mai 2002
Der Samstag wurde von einer Legende dominiert, litt aber wettertechnisch unter starkem Regen.
- Bands (Auswahl): Neil Young & Crazy Horse, Jamiroquai, Muse, Wyclef Jean, Sportfreunde Stiller, Tocotronic, Element of Crime, Natalie Merchant, Wilco, Doves.
- Highlight: Neil Young war der absolute Triumph dieses Tages. Der WDR Rockpalast hatte jahrelang versucht, ihn für eine Aufzeichnung zu gewinnen – 2002 klappte es endlich. Er spielte ein gewaltiges, fast 3-stündiges Marathon-Konzert unter klarem Sternenhimmel, nachdem der Regen abgezogen war. Zuvor hatte Wyclef Jean die durchnässte Menge mit einer extrem energiegeladenen Performance im Dauerregen warmgehalten, und Jamiroquai groovte perfekt in den Sonnenuntergang.
Sonntag, 19. Mai 2002
Der Sonntag ging als inoffizieller "Ozzfest"-Tag in die Geschichte ein und versammelte das härteste Line-up des Wochenendes.
- Bands (Auswahl): Ozzy Osbourne, Tool, System of a Down, Bad Religion, P.O.D., Drowning Pool, Black Label Society, Fettes Brot, Macy Gray, Groove Armada, Eins Zwo, Blumentopf.
- Highlight: Das Brett am Sonntag war legendär. System of a Down befanden sich auf dem absoluten Zenit ihres Erfolges nach dem Release von Toxicity und lieferten eine manische, legendäre Show ab (Setlist u. a. Chop Suey!, Toxicity, Sugar). Im Anschluss hypnotisierten Tool das Publikum mit ihrer gewohnt düster-visuellen Kunst, bevor der „Prince of Darkness“ Ozzy Osbourne das Festival wuchtig abschloss.
01.-03.06.2001
Eifel, Nürburgring
Das Rock am Ring Festival 2001 fand vom 01. bis 03. Juni 2001 am Nürburgring in der Eifel statt. Es war das 16. Jahr des Festivals und lockte rund 60.000 Zuschauer an. Im Vergleich zu den Folgejahren waren die Ticketpreise aus heutiger Sicht ein echtes Schnäppchen: Der Eintritt kostete im Vorverkauf gerade einmal 77 Euro (bzw. ca. 150 D-Mark, da der Euro erst im Folgejahr Bargeld wurde).
Das Besondere an diesem Jahr war das extrem kontrastreiche Booking. Die drei großen Headliner – Radiohead, a-ha und Limp Bizkit – hätten musikalisch kaum weiter auseinanderliegen können. Zudem war 2001 das Geburtsjahr des "Nu-Metal"-Hypes am Ring.
Das Line-up & Die Highlights nach Tagen
Freitag, 01. Juni 2001
Der Freitag bot ein hochkarätiges Crossover aus legendärem Alternative-Rock, feinstem US-Hip-Hop und der neuen Welle des Nu-Metals.
- Headliner: Radiohead
- Bands (Auswahl): Alanis Morissette, OutKast, Manic Street Preachers, Papa Roach, Queens of the Stone Age, Godsmack, H-Blockx, (hed) p.e., Orbital.
- Highlight: Radiohead lieferten ein hypnotisches, von Kritikern gefeiertes Set im Zuge ihrer Alben Kid A und Amnesiac. Für die absolute Ekstase im Infield sorgte jedoch die Rap-Gruppe OutKast, die mit Hits wie "Ms. Jackson" und "B.O.B." den Ring zum Tanzen brachte, während die Newcomer von Papa Roach (kurz nach ihrem weltweiten Durchbruch mit Infest) um Mitternacht die Alternastage zerlegten.
Samstag, 02. Juni 2001
Der Samstag stand ganz im Zeichen des skandinavischen Pops, des melancholischen Rocks und einer gehörigen Portion deutscher Acts.
- Headliner: a-ha
- Bands (Auswahl): HIM, Anastacia, Reamonn, Toploader, Söhne Mannheims, Samy Deluxe, Afrob, Torch, Tool (Late-Night-Special).
- Highlight: Die norwegischen Pop-Ikonen a-ha spielten ein Hit-Feuerwerk für die Massen. Ein echtes Juwel folgte jedoch tief in der Nacht: Tool spielten ein fast schon rituelles, visuell atemberaubendes Set kurz nach der Veröffentlichung ihres Meisterwerks Lateralus. Tagsüber dominierten deutsche Hip-Hop-Größen wie Samy Deluxe und Afrob die Hauptbühne.
Sonntag, 03. Juni 2001
Der Sonntag brachte das härteste Crossover-Brett des Wochenendes und den absoluten Höhepunkt des damaligen Zeitgeists.
- Headliner: Limp Bizkit
- Bands (Auswahl): Linkin Park, 3 Doors Down, Alien Ant Farm, Kid Rock, Mudvayne, Donots, Echt, Blumfeld.
- Highlight: Dieser Sonntag gilt retrospektiv als historisch. Linkin Park spielten am Nachmittag einen ihrer allerersten großen Festival-Auftritte in Deutschland überhaupt – ihr Debütalbum Hybrid Theory war gerade erst explodiert. Am späten Abend brachten Limp Bizkit auf dem absoluten Zenit ihres Chocolate Starfish-Ruhms das Infield mit einer beispiellosen Energie (und Fred Dursts legendärem roten Cap) zum Kochen.





